Nachhaltige Entwicklung gehört zu den Schwerpunktthemen der Bildungsarbeit der Akademie (Projekt „Mut zur Nachhaltigkeit“). Gerade weil sich an der Akademie Bildung und Kunst in ihrer Aufgabe ergänzen, ein ganzheitliches Wissen zu vermitteln, zeigen wir auch Werke, die sich mit dem Nachhaltigkeitsgedanken befassen.
Neue Technologien, wirtschaftliche Anreize und politische Regelungen – sie alle sind unerlässlich, um den Paradigmenwechsel im Sinne einer Transformation hin zu einer nachhaltigeren Lebensweise zu beschleunigen. Offensichtlich ist aber auch, dass all dies nicht genügt. Vielmehr muss jeder Einzelne durch eine Veränderung seiner Lebenseinstellung und seiner Wertvorstellungen seinen Beitrag leisten – eine Veränderung, die sich zudem im praktischen Handeln und den individuellen Lebensgewohnheiten niederschlagen muss, wenn sie erfolgreich sein soll. Ebenso unzweifelhaft ist, dass ein solcher Transformationsprozess langfristig sehr viel besser gelingt, wenn diejenigen, die ihn tragen, stärker von innerer Überzeugung als von Regelungen und Verboten angetrieben werden.
Nachhaltige Entwicklung ist somit eine bedeutende kulturelle und emotionale Herausforderung und ein Prozess, der auf vielerlei Ebenen begleitet werden muss. Eine dieser Ebenen ist die Kunst: Sie schafft einen emotionalen Zugang zu Themen und wirkt direkt und ohne Umwege auf den Betrachter. Kunst appelliert an die Vorstellungskraft der Menschen, an ihre Kreativität und Spontaneität, um die Welt in einer anderen Perspektive zu sehen. Sie kann das Bild verändern, das wir uns von ihr machen – und damit die Wirklichkeit verändern in dem Sinne, dass Kunst neue Wege eröffnet, um selbst aktiv zu werden. Der pauschale, oft verwendete Satz „Meine Kunst soll zum Nachdenken anregen.“ erhält hier eine neue Dimension. Konkrete Denkanstöße werden, in gegenseitiger Ergänzung von Kultur und Bildung, hingegen - gern auch kontrovers - in den Bildungsveranstaltungen der Akademie diskutiert.
In dieser Rubrik stellen wir Künstler vor, die ihre Werke explizit vor dem Hintergrund des Nachhaltigkeitsgedankens erarbeitet haben.