Rund sechs Künstler pro Jahr schufen von 2005 bis 2007 im Laufe einer Woche je eine Skulptur - insgesamt 18 - zu dem Themenkreis „Kelten und Europa", und zwar vor Ort im Park der Akademie. Diese Skulpturen fanden auf einem keltisch inspirierten Skulpturenweg zwischen dem Ringwall und der Akademie ihren Platz. Das Besondere: Möglichst je ein Bildhauer aus je einem Land des ehemaligen keltischen Siedlungsgebiets von Irland über Spanien bis in die Türkei erarbeitete eine Skulptur. Die Künstler verwendeten dabei nach Wahl Material aus der Region, und zwar hauptsächlich Sandstein, aber auch Holz und Eisen, um dem Bezug auf die Kelten gerecht zu werden.

Im Laufe dieser drei Jahre entstanden ganz unterschiedliche Werke, die die Handschrift von Bildhauern aus ganz Europa tragen. Sie reichen von Nachbildungen historischer Funde (wie dem Battersea-Schild) über einen direkten Bezug zum Ringwall (z.B. Lebacher Ei) über keltische Mythen (wie die Sonnenbarke) bis hin zu einer abstrakten Interpretation des Keltentums. Drei dieser Werke befinden sich im Park, eines im Untergeschoss des Europaeums der Akademie. Den Flyer zum Skulpturenweg finden Sie hier. Ungeplant und dennoch herzlich willkommen waren unter anderem ein Filmemacher, eine Gruppe für bretonische Musik – und der walisische Bildhauerverband Sculpture Cymru, der 2007 die Ausstellung „Hiraeth“ zeigte. HIRAETH ist ein unübersetzbares walisisches Wort für Heimat(gefühl) und das Sehnen danach. Aus dieser Ausstellung sind drei Werke in der EAO verblieben.