Mischtechnik auf Karton, 205 x 124/104 cm
GLIAUGIR schreibt dazu:
„Wahrhaftig sein. In sich ruhen.
Geerdet sein. In seinem Zentrum bleiben.
Alle Facetten Deiner Seele stehen zu Dir.
Konzentriere Dein Selbstgefühl.
Sei im Gleichgewicht.“

Der Begriff Hara kommt aus dem Japanischen und bezeichnet gleichermaßen den Bauchbereich und das Energiefeld des Körpers. Er umfasst aber noch viel mehr: Wo ein Europäer auf seinen Kopf oder sein Herz deutet, um den Sitz seiner Seele und die Triebfeder seiner Beweggründe oder Gefühle zu verorten, zeigt ein Japaner auf seinen Bauch. Hinter Hara steht eine Philosophie, die durch eine Einheit von Geist und Körper und durch eine bestimmte Technik umgesetzt werden kann. Hara ist nicht nur Theorie, sondern in Japan auch durch körperliche oder geistige Übungen praktischer Teil des Alltags der Menschen. Volker Schmidt-GLIAUGIR (*1954 in Saarbrücken, Deutschland) lebt und arbeitet in Saarbrücken. Der vielseitige Diplom-Designer malt, zeichnet, illustriert, konzipiert Performances, gibt Konzerte, organisiert ART-Events, stellt international aus und ist Dozent diverser Kreativ-Workshops. Mit der Europäischen Akademie Otzenhausen arbeitet er schon seit langem in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. So agierte er als künstlerischer Berater beim Projekt Cerda & Celtoi und gestaltete das Buch und den Flyer zum Projekt. GLIAUGIR ist hier mit über 40 Werken (nach Alfred Fuchs) der am häufigsten vertretene Künstler und hat mehrfach an der Akademie ausgestellt: 1978 (gemeinsam mit Tom Gundelwein und Klaus C. Krisch), 1990, 2005 („Antikquarius“) und 2015 („Bitu Matos“).

Auch wenn er sich zeitweise ganz besonders der keltischen Kultur verschrieben hatte, ist sein Name doch der germanischen Mythologie entlehnt: Gliaugir, der mit dem Glanz in den Augen, oder der mit dem scharfen Blick.