Glas, 510 x 490 cm
Haus C der Europäischen Akademie Otzenhausen wurde im Jahr 2006 komplett saniert. Vor dem Gebäude beginnt der Park der Akademie mit seinem alten Baumbestand. Entgegen einem weitverbreiteten Vorurteil ist das Saarland ein „grünes" Land, in dessen Norden (hier an der Akademie) der Nationalpark Hunsrück-Hochwald beginnt. Das Saarland gehört auch zu den Bundesländern mit dem prozentual höchsten Waldanteil.
Die Glaswand, die einen Teil der Vorderfront von Haus C bildet, nimmt das Blattwerk des Parks der Akademie in abstrahierter Form wieder auf. Je nach Tageszeit wirkt das Bild nach innen oder nach außen: Wenn es dunkel und innen das Licht angeschaltet ist, sieht man von außen ein Farbenspiel aus leuchtenden Grün-, Gelb- und Brauntönen. Tagsüber, besonders am Nachmittag, verstreut die tiefstehende Sonne das bunte Laub bis in die Tiefe des Foyers. Die Glasfassade entstand mittels einer Fusionstechnik aus aufgeschmolzenem farbigem Glaspuder und Malerei mit Silbergelb, in zwei Arbeitsgängen gebrannt und als innere Scheiben in Isolierglaselemente eingebaut. Das Motiv setzt sich aus 18 liegenden Einzelformaten zusammen. Die Fa. Glasmalerei Binsfeld (Trier) führte die Arbeit aus.