Termin: 18.04 - 22.04.2017

Nachhaltige Entwicklung

Herausforderungen und Handlungsfelder

Ansprechpartner/in: Dr. Antje Schönwald

Veranstaltungsort: Europäische Akademie Otzenhausen

Zielgruppe: Junge Erwachsene, Interessierte

Beschreibung:
Der Mensch hat die Erde in den vergangenen Jahrzehnten derart beansprucht und geprägt, dass schon von einem neuen Erdzeitalter, dem Anthropozän, gesprochen wird. Der Begriff des Anthropozäns soll auch der Verantwortung, die den Menschen zukommt, Ausdruck verleihen. Wenn wir eine nachhaltige Entwicklung umsetzen möchten, stehen wir vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen. Ein Umdenken und eine Verhaltensänderung sind in nahezu allen Bereichen unseres alltäglichen Handelns erforderlich. Dazu erfordert es allerdings ein Verständnis der Komplexität des Systems Erde, denn unser Handeln hat Folgen, die zeitlich und räumlich versetzt auftreten können und dadurch auch nicht unbedingt offensichtlich auf unser Handeln zurückzuführen sind. Die komplexen Verknüpfungen zwischen Land, Atmosphäre und Ozeanen führen auch dazu, dass die Gesamtwirkung der Einzelauswirkungen größer ist, als die Summe der Einzelauswirkungen, weil sich die Auswirkungen gegenseitig verstärken.
Einige der sogenannten planetaren Grenzen sind bereits überschritten, wesentliche Erdsystem-Funktionen sind bereits in Gefahr. Dass es höchste Zeit ist zu handeln, scheint spätestens seit der UN-Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015 international anerkannt zu sein.
Im Seminar „Nachhaltige Entwicklung. Herausforderungen und Handlungsfelder“ sollen Jugendliche aus den USA und Deutschland für wichtige Themen und Herausforderungen der Zukunft sensibilisiert werden. Sie sollen gleichzeitig auch Handlungsfelder und Beispiele guter Praxis kennenlernen und diskutieren, nicht zuletzt um motiviert zu werden, selbst aktiv an der nachhaltigeren Gestaltung unserer Zukunft zu partizipieren.

Das detaillierte Vorgehen sieht dabei wie folgt aus:

In der ersten Phase sollen die Teilnehmenden die Entstehung der Idee der Nachhaltigen Entwicklung von den Anfängen der Umweltschutzbewegungen hin zu den internationalen Nachhaltigkeitskonferenzen der Gegenwart kennenlernen und diese Entwicklung nachvollziehen können. Ziel ist es, die Verknüpfung und gegenseitige Abhängigkeit der verschiedenen Dimensionen Ökonomie-Ökologie-Soziales zu verinnerlichen. Es ist ausreichend Zeit für Diskussionen und Workshops vorgesehen, um auch einen Perspektivwechsel und Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden aus verschiedenen Kulturen zu ermöglichen.
Die verschiedenen Messinstrumente und Methoden der Veranschaulichung, die die Bildung für Nachhaltige Entwicklung kennt (z.B. Ökologischer Rucksack, Ökologischer Fußabdruck, Handprint, MIPS, Virtuelle Wasserleine), werden vorgestellt, ausprobiert und von den Teilnehmenden auf ihre Praktikabilität bewertet. :
In der nächsten Phase wird das konkrete Beispiel „Klima und Energie“ ausgewählt, um den Teilnehmenden das Konzept des Systemischen und des Ineinandergreifens der verschiedenen Dimensionen, die am Vortag diskutiert wurden, anschaulich zu machen. Am Vormittag ist nach einem „Klimafrühstück“, das in einer angenehmen Atmosphäre zur Reflektion eigener Gewohnheiten und den Konsequenzen unseres Konsums anregt, ein wissenschaftlicher Input vorgesehen, um den Klimawandel mit seinen Ursachen und seinen Auswirkungen zu erläutern. Danach folgt ein Workshop-Teil, in dem die Jugendlichen sich mit den Schwierigkeiten der Umsetzung klimafreundlicher Maßnahmen aus dem Blickwinkel verschiedener Positionen (Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft) beschäftigen sollen. Anschließend wird eine Exkursion zur Energielandschaft Morbach stattfinden, wo die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, die technische Umsetzbarkeit regenerativer Energiegewinnung an einem konkreten Beispiel kennenzulernen.
Am folgenden Tag folgt ein weiteres Beispiel: „Ernährung und Konsum“. Wie am vorherigen Tag soll auch hier zunächst durch Input und vertiefende Kleingruppenarbeit in Workshops sowie Diskussionen eine Grundlage erarbeitet werden, die es den Teilnehmenden in der anschließenden Exkursion zu einem ökologisch geführten Landwirtschaftsbetrieb ermöglicht, die praktische Umsetzung des Gelernten zu entdecken und in Diskussion mit den Betreibern zu treten.
Am letzten Tag werden die Erkenntnisse der Vorträge, Workshops und Exkursionen zusammengefasst und die Herausforderungen und Handlungsfelder, die die Teilnehmenden – auch für ihren eigenen Lebensstil - erkannt haben, zusammengetragen und diskutiert. Das Seminar schließt mit einer Evaluation ab.

Tagungsgebühr*: 250,00 €
*Aufsplittung: 2/3 werden als projektbezogener Teilnehmerbeitrag (170,00 € inkl. 7 % anteilige MWST) und 1/3 als institutioneller Deckungsbeitrag (80,00 € inkl. 7 % anteilige MWST) vereinnahmt.

Programm

Thema: Nachhaltige Entwicklung

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