Aquarell, 71 x 91 cm
„Überlagerung“ ist eines der typischen Werke Claus Dietrich Hentschels: realistische Ansichten vermischen sich mit abstrakten, surrealistischen Elementen.
Claus Dietrich Hentschel (*1937 in Berlin, †2012 in Konstanz, beides Deutschland) war seit 1962 Maler und Lehrer, lebte und arbeitete seit 1969 in Konstanz am Bodensee. Er malte mit Acryl und fertigte Aquarelle, Radierungen und Skulpturen.
„Gegen Ende meiner Studienzeit wendete ich mich wieder den Gegenständen zu; aber nicht, um sie im naturalistischen Sinn zu reproduzieren. Ich sehe Gegenstände („Umwelt", „Natur") als Träger von Bedeutungen, die sie zwar objektiv nicht haben, aber in mir auszulösen vermögen. Die Bedingungen dieses Vorgangs, der sich in ähnlicher Weise wohl in jedem Menschen abspielt, sind meine Aufmerksamkeit und Empfindung, meine Geschichte und die Einwirkung der Gegenwart. Im Prozess des Machens wird der subjektive Eindruck durch Form und Farbe, durch Komplementarität und Analogien objektiviert und ihm etwas Allgemeingültiges, Entzeitlichtes gegeben,“ so Hentschel. In seinen ersten, viel beachteten Ausstellungen wurde er als „realistischer“ Maler bezeichnet, wohingegen er sich in seinem Spätwerk der phantastischen Malerei zuwandte. Die sechs Werke, die an der Europäischen Akademie Otzenhausen gezeigt werden, stehen für beide Strömungen: realistische, detailgetreue Darstellungen, die in einen phantastischen Zusammenhang gestellt werden. Hentschel stellte 2004 in der Akademie aus („Claus Dietrich Hentschel: Malerei – Graphik“).