Siebdruck, 101 x 91 cm
Bereits im Alter von 19 Jahren gelang Bernard Buffet (*1928 in Paris, †1999 in Tourtour, beides Frankreich) der künstlerische Durchbruch. Er entwickelte einen unverwechselbaren Stil, dessen eher pessimistische Motive exakt den Geschmack des Publikums der 1950er Jahre trafen. Die Kunstwelt riss sich um ihn; Museen auf der ganzen Welt zeigten seine Werke. Buffet, einer der umjubelten und auch finanziell erfolgreichsten Künstler der Nachkriegszeit, wurde als Nachfolger Picassos gehandelt. Insgesamt malte er mehr als 8.000 Gemälde, von denen manche zudem millionenfach reproduziert wurden. Nach rund zehn Jahren – in den 1960er Jahren – änderte sich jedoch die Stimmung in der Kunstwelt radikal: Kritiker bewerteten Buffets Werke als kitschig und oberflächlich, sie verschwanden in den Archiven der Museen. Er selbst trug mit immer abstruseren Werken zu dieser Entwicklung bei. So steil sein Aufstieg war, so tief sein Fall: „Gegen Ende seines Lebens“, so ist bei Lempertz.com zu lesen, „war Buffet dem Vergessen so nahe wie Jahrzehnte zuvor der Unsterblichkeit.“