Acryl auf Leinwand, 150 x 220 cm
Salomé (Wolfgang Ludwig Cihlarz, *1954 in Karlsruhe, Deutschland) ist einer der bekanntesten Vertreter der Neuen Wilden.
Nach einem Pendlerleben zwischen Berlin und New York lebt und arbeitet Salomé heute in der deutschen Hauptstadt. Seine Gemälde – darunter die farbintensiven Zyklen „Schwimmer“ und „Wasserlilien“ – werden auf der ganzen Welt gesammelt und gezeigt. Er behandelt in seinen Bildern ungewöhnlich direkt das Thema Homosexualität und spiegelt damit eines seiner großen Lebensthemen wider. „Salomé schien ständig darüber ungehalten, dass es immer noch der Selbstdarstellung bedurfte, als Homosexueller zu einer Trotzfigur gegenüber den Normalen zu werden. Er überzeichnet auch heute noch seine Rolle bis ins Extrem, macht sich selbst zum Kunstwerk seiner Rolle…“ (aus: Heinrich Klotz, Die Neuen Wilden in Berlin, Stuttgart 1984, S. 149). Er reflektiert seine Existenz in seinen Bildern und sieht sich dabei auch als Tabubrecher, der von der Gesellschaft die viel beschworenen Werte Toleranz und Respekt einfordert, die im Alltagsleben oftmals nicht gegeben sind. Gleichzeitig wäre es jedoch zu kurz gegriffen, ihn nur auf diese Rolle zu beschränken.
Der vielseitige Künstler porträtiert außerdem Prominente, macht Punkmusik und Performances, designt Tafelgedecke für bekannte Porzellanhersteller und engagiert sich regelmäßig für Benefizprojekte.