Beschreibung des Ressorts

Zurückblickend auf eine 60-jährige Geschichte, verstehen wir unsere deutsch-französische und europäische Arbeit an der Akademie als interkulturelle europapolitische Bildung.

In unseren Veranstaltungen werfen die Teilnehmer einen gemeinsamen Blick auf europäische und globale Themen. Sie entwickeln gemeinsame Perspektiven und lernen dabei über und aus Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Ländern und Kulturen.

Unsere Begegnungsseminare konzipieren wir insbesondere für junge Erwachsene in der beruflichen und allgemeinen Bildung sowie für Multiplikatoren (zivilgesellschaftliche Akteure, Lehrkräfte, Studierende).
Wir verfolgen das Ziel, ein politisch-zivilgesellschaftliches Bewusstsein bei den Teilnehmern zu fördern und diese zur politischen Partizipation anzuregen. Um dies zu erreichen, verbindet unsere Bildungsarbeit eigene inhaltliche und didaktisch-methodische Expertise mit der Fachkompetenz eines großen Pools aus externen Experten und institutionellen Partnerorganisationen.

Unsere Seminare zeichnen sich aus durch eine handlungs- und erlebnisorientierte Wissensvermittlung, eine kritische Beschäftigung mit europäischen Themen sowie das Erfahren Europas vor Ort durch Besuche der Europäischen Institutionen.

Thematische Schwerpunkte des Ressorts bilden:

  • interkulturelles Lernen
  • gemeinsame europäische Werte
  • (berufliche) Mobilität in Europa
  • Agrarpolitik in der Europäischen Union (GAP) und ihre Herausforderungen für Landwirte und Verbraucher
  • wachsender Nationalismus und  Euroskeptizismus in Europa
  • interkulturelle Bildung für nachhaltige Entwicklung

Video zur Entstehung des Graffitis im Rahmen des Seminars „Die Jugend gestaltet Europa: regards croisés franco-allemands - Ein Graffiti-Projekt", 06. - 11.10.2013

Team

Stéphanie Bruel, Ressortleiterin
Studium: Geschichte, Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Paris X-Nanterre
Kontakt: 0049 6873 662-443, bruel(at)eao-otzenhausen.de

Antje Brandt M.A., Studienleiterin
Studium: Politikwissenschaft, öffentliches Recht und Philosophie an der Universität Trier
Kontakt: 0049 6873 662-446, brandt(at)eao-otzenhausen.de

Christian Kiefer, M.A., Studienleiter
Studium: Staatswissenschaften (Politik und Recht) sowie International Relations in Erfurt, University of Kent, Universidad Jaume I und Universität Warschau
Kontakt: 0049 6873 662-486, kiefer(at)eao-otzenhausen.de

Veranstaltungsformate

Unser Ressort bietet deutsch-französische und multinationale Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen an:

  • interkulturelle europapolitische Jugendbegegnungen für junge Erwachsene in der beruflichen und allgemeinen Bildung,
  • Multiplikatorenschulungen,
  • Konferenzen und Kolloquien für ein Fachpublikum sowie für die interessierte Öffentlichkeit.

Die Veranstaltungen werden von uns entwickelt und in Zusammenarbeit mit Partnern und Experten aus dem schulischen Bereich sowie mit Partnerorganisationen aus dem außerschulischen europapolitischen und interkulturellen Bereich durchgeführt.


Deutsch-französische und multinationale Jugendbegegnungen für junge Erwachsene

Unser Ressort bietet Jugendbegegnungen für junge Erwachsene in der beruflichen Bildung aus Deutschland und Frankreich sowie multinationale Begegnungen für junge Erwachsene aus der allgemeinen und beruflichen Bildung aus ganz Europa.

Die Förderung der deutsch-französischen Annäherung und Zusammenarbeit, insbesondere bei den jüngeren Generationen, war und bleibt eine der wichtigsten Säule unserer Bildungsarbeit seit der Gründung der Akademie. Einer der Hauptpartner und Förderer unserer deutsch-französischen Maßnahmen ist das Deutsch-Französische Jugendwerk.

Unabhängig von der geografischen Herkunft der Teilnehmer und von den jeweiligen thematischen Schwerpunkten der Veranstaltungen spielt die Förderung des interkulturellen Wissens und interkultureller Kompetenzen der Teilnehmer eine zentrale Rolle bei unseren Jugendbegegnungen. Durch intensive Sprachanimation sowie zahlreiche formale und nicht-formale Elemente werden der Begegnungscharakter der Seminare gefördert und die Bedingungen für einen gelungenen Austausch geschaffen.

In diesem bi- und multinationalen Rahmen setzen sich die Teilnehmer intensiv mit aktuellen europapolitischen Fragestellungen auseinander, erhalten grundlegende Hintergrundinformationen, bilden sich eine eigene Meinung und stärken ihre Fähigkeit am Beispiel aktueller Themen zu argumentieren und debattieren.

Neben der Förderung sozialer Kompetenzen wie Teamarbeit, Verantwortungsgefühl, Anpassungsfähigkeit und der Entwicklung von Eigeninitiative verfolgen wir in unseren Seminaren das Ziel, das bürgerschaftliche Verständnis der Teilnehmer durch staatsbürgerschaftliche Bildung, kritische Reflexion und gemeinsames Handeln zu stärken.

Um diese Ziele zu erreichen arbeiten wir mit Methoden der nicht-formalen Bildung:

  • kommunikationsbasiert: Interaktion, Dialog, Mediation
  • handlungsorientiert: Erfahrung, Praxis
  • sozial ausgerichtet: Partnerschaft, Teamarbeit, vernetzte Arbeit
  • selbstgesteuert: Kreativität, Entdeckung, Verantwortung
  • partizipativ: die Lernenden stehen im Mittelpunkt

Bei einer Dauer von sechs bis acht Tagen bestehen unsere Jugendbegegnungen neben den Programmteilen in der Europäischen Akademie aus themenspezifischen Exkursionen. Die Teilnehmer erhalten einerseits bei Arbeitsbesuchen in Straßburg, Luxemburg oder Frankfurt Einblicke in die europäischen Institutionen und können mit Entscheidungsträgern vor Ort diskutieren. Andererseits werden darüber hinaus thematisch interessante Betriebe, zivilgesellschaftliche Initiativen etc. ausgewählt, um sich vor Ort über deren Arbeit zu informieren und auszutauschen.

Multiplikatorenschulungen

Vivre pour pouvoir faire vivre !

Unter diesem Motto führen wir Schulungen für Multiplikatoren aus dem Bildungsbereich (Schulen, Universitäten, außerschulischen Bildungseinrichtungen) und der Jugendarbeit (NGOs) aus Deutschland, Frankreich und Drittländern durch.
Fortbildungsthemen sind: europapolitische Projektpädagogik und Vermittlung interkultureller Kompetenzen.

Die Teilnehmer erleben bei diesen Schulungen selbst eine interkulturelle Begegnung, vertiefen das eigene Wissen über die jeweilige Seminarthematik, lernen neueste Methoden im Bereich der projektbezogenen Europabildung bzw. der interkulturellen Kommunikation kennen und können diese anwenden und reflektieren. Arbeitsgespräche bei europäischen Institutionen und Fachvorträge von renommierten Experten runden das Programm ab.


Konferenzen und Kolloquien
Zu aktuellen Themen der deutsch-französischen Beziehungen und der Europapolitik veranstalten wir regelmäßig Konferenzen und Kolloquien in Zusammenarbeit mit weiteren institutionellen Partnern insbesondere im deutsch-französischen Bereich. Diese richten sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an die interessierte Öffentlichkeit.

  • Deutsch-Französischer Dialog
    Eine Leuchtturmmaßnahme in diesem Bereich bildet seit 1999 der Deutsch-Französische Dialog, ein jährliches Diskussionsforum, auf dem die meist rein national geführten Debatten über die Zukunft Europas in einen innovativen und produktiven deutsch-französischen und europäischen Dialog außerhalb der Regierungsebene zusammengeführt werden. Seit dem Jahr 2014 haben sich die Veranstalter entschlossen, einen besonderen Akzent auf das Leben in den grenznahen Großregionen zu legen, weil sich hier die Realität und auch die Probleme des gemeinsamen europäischen Lebensraums besonders deutlich zeigen.

          Abschlussbericht Deutsch-Französischer Dialog 2015

Kooperationspartner

In unserem Ressort arbeiten wir mit unterschiedlichen Kooperationspartnern:


Einrichtungen der beruflichen und allgemeinbildenden Bildung:

Deutschland:

Frankreich:

Dänemark:

Estland:

Finnland:

Italien:

Luxemburg:

Polen:

Rumänien:

Russland:

Ukraine:

 

Organisationen der Zivilgesellschaft im deutsch-französischen und europäischen Kontext:

 

Institutionelle Partner und Stiftungen, die sich für die deutsch-französische und europäische Zusammenarbeit engagieren:

Publikationen und Downloads

 

NEWS

Abschlussbericht Deutsch-Französischer Dialog 2016

 

« La perception du fait frontalier est plus utilitaire qu’identitaire »
Interview avec Stéphanie Bruel, directrice des rencontres franco-allemandes et européennes de l’académie européenne d’Otzenhausen

 

Kontakt:
Europäische Akademie Otzenhausen gGmbH
Stéphanie Bruel
Europahausstraße 35
66620 Nonnweiler
Tel.: 0049 6873 662-443
Fax: 0049 6873 662-350
eMail: bruel(at)eao-otzenhausen.de